Und was war los? | August 2013

Wir fassen das mal ganz kurz

Nichts.

Ich habe den Tiefpunkt des Lesens, Bloggens, Lebens entdeckt. Ganz tief unten zwischen Kartons, Kisten, Besuchen und Farbrollen war meine Freizeit vergraben. Und alle Bücher. Es ist nicht so, dass ich keine Lust gehabt hätte zu lesen, NEIN weit gefehlt, aber leider bin ich so gar nicht und überhaupt nicht dazugekommen. Nicht mal Hörbücher konnten mich begeistern, geschweige denn meine Podcasts. Ich bin also mit meiner Freizeit absolut im Verzug.

Wenn das Hobby zum Stress wird und Stress den Spaß raubt, ja das habe ich in letzter Zeit bemerkt. Zudem kam jetzt noch ein kleiner Nebenjob, der mich voll mit Schreiben beschäftigt, ich also auch hier Worte in der Gegend rumwerfe. Worte lesen, schreiben oder sich darüber Gedanken machen, war also eher Geschäft als Vergnügen. So langsam komme ich wieder in Einklang mit mir selbst. Das Wohnzimmer steht zumindest. Und auch bald wieder meine Bücher, die noch in Kisten schlummern und wisst ihr, was mir gestern passiert ist? Ich griff zum Buch und fand es super. Ich habe mir das Buch schon vor einer Weile vorgenommen, da es so schön dünn ist, aber der Stress hielt mich ab. Der Titel des Buches lautet übrigens „Abschalten: Die Business Class macht Ferien“ und stammt natürlich von Martin Suter. Wenn das nicht mal ein Stück prophetisch ist, dann weiß ich auch nicht. Und um was gehts dabei?

Was ist das Schlimmste für einen Manager? Kein Bonus. Das Zweitschlimmste? Ferien. Zur Untätigkeit gezwungen zu sein. Zu wissen: Die Firma wird untergehen, weil er nicht da ist. Oder, noch schlimmer: Die Firma wird nicht untergehen, obwohl er nicht da ist. Am allerschlimmsten: Die Firma wird wachsen und gedeihen, gerade weil er nicht da ist. Was bleibt dem Manager? Die Ferien managen oder die eigene Familie oder das Hotelpersonal, bis allen der Kragen platzt. Oder einen Weg finden, nicht in die Ferien zu fahren.

20130905-113251.jpgIrgendwie ist der Inhalt und das Cover (oh, wie oft möchte ich das auch!) ein Symbolbild für das, was ich gerade durchmachte. Es ist ja nicht so, dass ich komplett immer nur 24/7 beschäftigt war. Nein! Weit gefehlt. Ich prokrastinierte – wie man so schön sagt – den Tag mit dem Gedanken von Stress und dem eh nie einzuhaltenden Termin. Richtig gelähmt vom nichts tun tat ich dann auch nichts. Immer und immer. Und wenn dann was fertig werden musste, dann aber. Dann hab ich gearbeitet, was das Hirn hergab um danach wieder in die selbe endlose Schleife von „Zu spät, schaff ich nicht, brauch ich nicht anzufangen“ zu rutschen. Und dann kein Auge zumachen zu können und …. nicht Abschalten können.

Ich glaube nicht, dass ich allein damit bin, aber mal ehrlich, was macht man dagegen. Pillchen? Mal sich kräftig in den Arsch treten?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: