Abgebrochen | Nora Roberts – Die Traumfängerin

Ich breche ja selten Bücher ab und quäle mich dann schlechten Gewissens doch durch, aber bei diesem Exemplar ging das mal gar nicht. „Die Traumfängerin“ von Nora Roberts stammt aus dem Ende der 80iger Jahre. Da sollte ich ja schon prinzipiell vorsichtig sein, wie sich das in meinen letzten Büchern der Nora Roberts Challenge bewiesen hat. Aber ich wollte der Sache doch einfach mal wieder eine Chance geben, gerade weil es neu aufgelegt wurde.

Doch ganz ehrlich, das ging überhaupt nicht. Kurz zum Inhalt:

Ein fesselnder Liebesroman von Nora Roberts, der in der faszinierenden Welt der Parapsychologie spielt: umstritten, geheimnisvoll, wenig erforscht. Ein spannendes Lesevergnügen, das zeigt, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir uns erklären können. Eine packende Story, die von übernatürlichen Begabungen und dunklen Ängsten handelt. Und eine sinnliche Liebesgeschichte zwischen einer Frau, die das zweite Gesicht besitzt, und einem engagierten Filmproduzenten aus Los Angeles …(Rückentext meiner Ausgabe 3. Aufl., Dezember 2004)

Ja genau so etwas lässt Böses ahnen, oder? Ich geb es ja zu, ich stehe auf diesen mystischen Touch in Frau Roberts Romanen. Immer etwas geheimnisvoll und die Liebe wird durch eine Macht gelenkt. Hört sich kitschig an, ist es auch. Aber hier wurde die ganze Sache auf die Spitze getrieben. Was für ein gequirlter Schwachsinn.

Helle Liebe, dunkle Träume: Ein fesselnder Roman von Nora Roberts über die geheimnisvolle Welt des Paranormalen!Liebe? Lieber nicht! denkt die junge Künstleragentin Amely Fields. Doch der smarte Dokumentarfilmer David Brady macht ihr einen Strich durch die Rechnung: Für ein Filmprojekt will er ihre Klientin Clarissa DeBasse interviewen. Amely muss Clarissa vor allzu neugierigen Fragen schützen und gerät plötzlich selbst ins Visier des attraktiven Filmemachers. Denn David scheint entschlossen, sie zu erobern! Und damit gerät Amelys bestgehütetes Geheimnis in Gefahr. Denn je stärker die Emotionen werden, desto unbezähmbarer ist ihre Gabe: Amely besitzt das Zweite Gesicht, kann in die Zukunft schauen und hat Träume und Visionen, die ihr mehr verraten, als gut für sie ist.

Das sagt doch alles oder? Die Charaktere sind eher schlecht als recht geschrieben, ihre Dialoge lahm. Vor allem David ist so ein Typ, den man getrost als Macho der ersten Klasse bezeichnen kann. Er bekommt immer was er will und er will sie. Ratet mal, wie die Geschichte ausgeht. Klar, ich habe das Buch abgebrochen und nur kurz ins Ende hineingelugt, aber das war doch schon von den ersten Seiten klar. Amely spielt zwar die Unnahbare, aber innerlich trifft es sie wie ein Schlag als sie David sah. Die sexuelle Spannung tropft gerade zu aus den Seiten heraus. Ich bin ja schon viel gewohnt und lese Schmachtfetzen mit Vorliebe, aber nein, das ging mir sogar zu weit.

Jedoch möchte ich wieder eins bemerken: Es wird geraucht. Und zwar nicht zu knapp. In unserer Zeit, wo in jedem öffentlichen Gebäude Rauchverbot (gut so!) und in jeder Kneipe man vor der Tür (mehh!) frieren muss um an sein Suchtgut zu kommen, ist es ganz erheiternd, wenn die Protagonisten doch mal am Glimmstängel ziehen. Ich bin für mehr rauchende Figuren und nicht nur die Bösewichte! Liebe Autoren, seid doch mal aufgeschlossen.

 

Im Großen und Ganzen verleihe ich dem Buch das Prädikat: Nicht lesenswert!

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3 Gedanken zu „Abgebrochen | Nora Roberts – Die Traumfängerin

  1. Ich wundere mich sowieso schon immer wie Nora Roberts es schafft soviele Bücher zu schreiben. Das dann ein paar dabei sind, die dann nicht so gut sind, ist dann irgendwie verständlich. 😀
    Ich frag mich immer wie sie das schafft soviele Bücher zu schreiben. Sie müsste doch jetzt mittlerweile so um die über 100 Bücher veröffentlicht haben.
    Liebe Grüßchen,
    Nina

    • Ich glaube es sind noch viel viel mehr geworden. Sie nutzt immer die ein und dieselbe Schablone für ihre Bücher in unterschiedlichen Settings und Konstellationen. Ich habe aber gemerkt, dass ihre frühen Bücher im Vergleich zu den heutigen schon mies sind. Aber hey, jeder Autor entwickelt sich. Ich liebe sie trotzdem sehr!

      • Okay, erstaunlich das sie doch so einen Erfolg hat. Vielleicht sollte ich auch mal eins von ihr lesen. 🙂 😀

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