[Rezension] Jodi Picoult – Zeit der Gespenster

Jodi Picoult – Zeit der Gespenster
Piper Verlag
464 Seiten
Preis: 9,95€

Ross Wakeman wünscht sich nichts sehnlicher, als zu sterben: Nachdem er mit ansehen musste, wie seine große Liebe bei einem Unfall ums Leben kam, versucht er, ihr in den Tod zu folgen – vergeblich. Dann riskiert er einen anderen Weg, um mit Aimee Kontakt aufzunehmen: Er widmet sich der Geistersuche, immer in der Hoffnung, seine Frau wiederzufinden. Doch dabei stört er nicht nur die Ruhe der Verstorbenen, sondern auch die Geister seiner eigenen Vergangenheit.

Meinung?
An dem Buch habe ich etwas geknabbert. Nicht nur der Umfang war recht groß, sondern auch die Wichtigkeit des Themas bzw das Thema selbst hatte es in sich.
Aber erstmal zum Klappentext. Der verspricht eigentlich eine reizende Liebesgeschichte mit dem Hauch von Geistergeschichte und viel Spannung. Ein Mann, der seine große Liebe verloren hat, sieht kein Sinn mehr in seinem Leben und möchte sterben, kann aber nicht. Deswegen macht er sich auf die Suche nach dem Geist seiner Frau. Gut, genau das ist auch in diesem Buch vorhanden. Die Liebesgeschichten sind wunderbar geschrieben, gehen ans Herz und haben genau meinen Geschmack getroffen.
Doch nicht die Liebesgeschichte ist nicht das, was mir im Kopf geblieben ist, sondern der besondere historische Hintergrund.
In diesem Buch findet Jodi Picoult zu ihrer Geschichte einen Weg das Problem der Eugenik in der damaligen Zeit zu erklären. Ich habe mich vorher noch nicht mit diesem Thema beschäftigt und fand die Denkweisen, Vorurteile und vor allem das medizinische Vorgehen einfach erschreckend. Picoult hat zu ihrem fiktiven Erzählen historische Recherche betrieben und auch im Anhang die passenden Quellen anzugeben.
Ich finde, dass das Buch mehr als nur eine tragisch schöne Liebegeschichte ist, sondern viel mehr darüber hinaus. Jodi Picoult hat einen famosen Schreibstil; schön und flüssig zu lesen. Die Charaktere sind gut umrissen und in ihrer Art und Schicksalen verständlich und angenehm zu verfolgen.
Lest einfach selbst. Es lohnt sich.

(Vielen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.)

Laura

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