[Rezension] „Der Wolkentempel“ von Patrick Woodhead

Der Wolkentempel
Der Wolkentempel
Patrick Woodhead
rororo 2010-09-01
Taschenbuch 416 Seiten

INMITTEN VON BERGEN, UMHÜLLT VON WOLKEN, HÜTET TIBET SEINEN GRÖSSTEN SCHATZ. ein kloster, hoch oben im himalaya. keiner kennt den weg dorthin. zwei junge britische bergsteiger, bereit für das abenteuer ihres lebens. ein kleiner junge auf der flucht. die hoffnung eines ganzen volkesruht auf ihm. ihnen auf den fersen chinesische soldaten. general zhu weiß, wie man jemanden zum reden bringt. ein tödliches katz-und-maus-spiel. der einsatz ist das schicksal tibets.

Im Jahr 1956 stürmt eine Truppe der chinesischen Armee ein Kloster in den Bergen des Himalayas. Zeuge der schrecklichen Hinrichtung der Bewohner des heiligen Ortes sieht von Fern nur ein einziger Überlebender: Rega.

Umbruch in unsere heutige Zeit: Die britischen Bergsteiger Luke und Bill befinden sich auf einer der schwierigsten Touren, die die beiden Freunde je zusammen gemacht haben. Beim Aufstieg leidet einer der beiden plötzlich an der Höhenkrankheit und kann nicht mehr weiter. Sie warten auf einem Felsvorsprung bis sie wieder Kräfte gesammelt haben um danach den Abstieg zu versuchen. In dieser Zeit entdeckt Luke durch die Wolken eine sonderbare Bergformation. Zwischen den Wolken bricht ein Berg hervor, der die perfekte Form einer Pyramide hat. Dieser faszinierende Anblick weckt in Luke den Wunsch diesen Berg zu suchen und zu besteigen. Doch diese Suche nach dem Berg und einem Weg in das Gebirge zu finden, lässt Luke und Bill politische und auch religiöse Grenzen überqueren, die sie in höchste Gefahr bringen.
Der Roman „Der Wolkentempel“ von Patrick Woodhead hätte sich wohl nie in mein Bücherregal eingereiht, wenn ich denn nicht auf die lange Leseprobe gestoßen wäre, die bei vorablesen veröffentlicht wurde. Patrick Woodhead hat eine sehr eigene Art die Details der schroffen Berglandschaft und der spannenden Geschichte dem Leser nahe zu bringen. Beim ersten Bergaufstieg fühlte ich beim Lesen die Kälte und die Anstrengung fast körperlich wie sie die beiden Protagonisten Bill und Luke wahrgenommen haben. Ich konnte mir die atemberaubende Landschaft bildlich vorstellen. Der Autor schafft es das ferne Tibets so zu beschreiben, dass sie der Leser in diese andere Welt entführt fühlt und ganz Teil der brisanten Geschichte über das abgeschottete Kloster Geltang wird.

Insgesamt kann man sagen, dass die Charaktere Bill und Luke gut in dieser Geschichte zur Geltung kommen, die Story spannend ist – obwohl es ein paar kleinere Abbrüche gibt – und das politische Thema sehr gut angegangen ist ohne zu wertend zu sein.

Eine Sache allerdings hat mich etwas gestört. Das Buch wird unter die Kategorie Thriller gestellt, daher habe ich insgeheim immer wieder gehofft, dass die Geschichte endlich anfängt ein Thriller zu werden. Leider ist das nie so geworden. „Der Wolkentempel“ ist für mich eher ein actionreicher Krimi, aber kein Thriller.

Für die wirklich gute Idee des Buches und die gelungene Umsetzung gebe ich 4,5 von 5 Punkten.

,5

 

 

vorablesen Link

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